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Grußworte der Eröffnungsfeier beim IG BAU Gewerkschaftstag

Andrea Nahles und Reiner Hoffmann - Gäste der Eröffnungsfeier

Erster öffentlicher Auftritt als SPD-Fraktionsvorsitzende

Im Rahmen der Eröffnungsfeier hatte Andrea Nahles ihren ersten öffentlichen Auftritt in dieser neuen Funktion. Sie sprach zu den über 300 Delegierten und einer großen Anzahl von in- und ausländischen Gästen.
 

Rückschau auf Regierungsarbeit und Blick in die Zukunft

Die ehemalige Bundesarbeitsministerin Nahles zog eine positive Bilanz ihrer Regierungsarbeit. Sie verwies auf die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, der Rente ab 63 und auf das Verbot, Leiharbeiter als Streikbrecher einzusetzen.
 
Auch erinnerte Nahles an die mit der IG BAU und Bauarbeitgebern gemeinsam geleistete Rettung der Sozialkassen der Bauwirtschaft, die "durch ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Bedrängnis geraten seien". Sie habe darüber nachgedacht, was geworden wäre, wenn das Urteil erst im nächsten Jahr ergangen wäre“, sagte Nahles.
 
Im Hinblick auf die zukünftige Arbeit listete die SPD-Fraktionsvorsitzende Punkte auf, die zu verbessern sind. Hierzu gehören eine moderne Mitbestimmung, Rentenverbesserungen und die Stärkung von tariflichen Strukturen. Auch gehe es um die Herausforderungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt. Als Spitze gegenüber dem scheidenden Finanzminister feuerte Nahles ab: „Der kommende Bundeshaushalt muss ein Investitionshaushalt werden.“
 

Reiner Hoffmann: AfD-Erfolg nicht verharmlosen!

Zunächst dankte der DGB Vorsitzende Andrea Nahles für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren.
 
Im Folgendem mahnte Reiner Hoffmann nachdrücklich vor einer Verharmlosung des AfD-Erfolgs: „Ich finde es nicht normal, dass Rechtsradikale im deutschen Parlament sitzen...  Das muss uns Sorge bereiten.“ Auch mancher Gewerkschafter habe AfD gewählt, sagte er. Dies leite sich auch aus deren sozialen Lebenslage ab. Hoffmann forderte von der zukünftigen Bundesregierung unter anderem mehr Sicherheit im Betrieb mit Tarifverträgen, eine starke Mitbestimmung und eine Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, die gute Arbeit fördert und sichert.