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Einweihung des Gewerkschaftshauses in Freiburg

Mit einem „Tag der offenen Tür“ wurde das neue Gewerkschaftshaus in Freiburg offiziell eingeweiht. Seit November letzten Jahres sitzen dort die Gewerkschaften IG Metall, IG Bergbau-Chemie-Energie, Verdi, Nahrung-Gaststätten-Genuss und die IG Bauen-Agrar-Umwelt sowie der DGB Südbaden und die DGB Rechtsschutz GmbH. Als Mieter mit eingezogen sind die Universität, die die komplette zweite Etage belegt, und eine örtliche Rechtsanwaltskanzlei.

Mit einem „Tag der offenen Tür“ wurde das neue Gewerkschaftshaus in Freiburg offiziell eingeweiht. Seit November letzten Jahres sitzen dort die Gewerkschaften IG Metall, IG Bergbau-Chemie-Energie, Verdi, Nahrung-Gaststätten-Genuss und die IG Bauen-Agrar-Umwelt sowie der DGB Südbaden und die DGB Rechtsschutz GmbH. Als Mieter mit eingezogen sind die Universität, die die komplette zweite Etage belegt, und eine örtliche Rechtsanwaltskanzlei.

Der II. Bevollmächtigte der IG Metall Freiburg Marco Sprengler konnte rund 100 Gäste begrüßen. Unter ihnen Richter*innen der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit, der Agentur für Arbeit, Vertreter*innen der politischen Parteien, der DGB Landesvorsitzende Nikolaus Landgraf, der Freiburger OB Dr. Dieter Salomon sowie IG Metall Vorstandsmitglied Jürgen Kerner in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der IGMET und Hauptkassierer der IG Metall und - last not least - auch Vertreter von Arbeitgeberverbänden.

Grußworte des Freiburger Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon

In seinem Grußwort brachte Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon seine Freude über die Fertigstellung des zentral gelegenen Gewerkschaftshauses zum Ausdruck, das in der Friedrichstr. 41-43  und damit nur ein Sprung vom Freiburger Rathaus entfernt liegt. Lobend hob er hervor dass das Haus nicht nur für Gewerkschaftsmitglieder, sondern auch für andere ehrenamtliche Organisationen geöffnet sei.

Sichtlich erfreut war der erste „grüne OB“ im Ländle auch darüber, dass es sich bei dem fünfstöckigen Gewerkschaftshaus um ein Gebäude im Passivhausstandard handelt, bei dem im Verhältnis zu unsanierten Altbauten rund 90% Heizkosten eingespart werden.

IG Metall Vorstandsmitglied Jürgen Kerner lobt die besseren Rahmenbedingungen im Neubau

Als Vertreter des IG Metall Vorstands brachte Jürgen Kerner seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die meisten im DGB vereinigten Gewerkschaften, der DGB Südbaden und die DGB Rechtsschutz GmbH nun unter einem Dach vereint sind. Er sprach insbesondere in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der IGEMET GmbH,  der Immobilienwirtschaftlichen Vermögensverwaltung der IG Metall, in deren Immobilienbestand sich bundesweit 110 Objekte befinden.

Denn, so Kerner, „hierdurch ergäben sich bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit jeder einzelnen Gewerkschaft und für die Zusammenarbeit unter dem Dach des DGB“. Der Bau neuer und attraktiver Gewerkschaftshäuser sei ein wichtiger Beitrag der IGEMET dazu, die Gewerkschaftsarbeit vor Ort zu unterstützen. 

Rückblick und Vorausschau

Rückblickend wies Kerner darauf hin, dass vor etwa zehn Jahren von den Freiburger Gewerkschaften beschlossen worden sei, ein gemeinsames Gewerkschaftshaus zu errichten oder anzumieten. Wenig später sei die IGEMET mit an Bord gekommen und gebeten worden, ein Konzept für ein Gewerkschaftshaus zu entwickeln.

Als äußerst schwierig und langwierig habe sich die Suche nach einem Grundstück oder einem Gebäude gestaltet. Der Beschluss für den Erwerb eines Grundstücks sei durch den IGEMET Aufsichtsrat im Jahre 2008 gefasst worden. Drei Jahre später konnte dann das Grundstück erworben werden, auf dem heute das neue Gewerkschaftshaus stehe. 2012 folgten Bauantrag und Baugenehmigung. Die Abbrucharbeiten des alten Gebäudes erfolgten im März 2014. Ein Jahr später, am 20. März 2015, konnte das Richtfest gefeiert werden. Der Einzug der Gewerkschaften, des DGB Südbaden, der DGB Rechtsschutz GmbH und der Mieter in das hochmoderne Passivhaus erfolgte im November 2015.

Vorteile beim Passivhaus:

  • 90 % weniger Heizkosten als bei unsanierten Altbauten
  • Das Passivhaus darf laut den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt einen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden (Energiegehalt von etwa 1,5 Liter Heizöl) pro Quadratmeter in einem Jahr nicht übersteigen.
  • Aktiver Umweltschutz: 4.000 kg weniger CO2-Ausstoß im Jahr als herkömmliche Gebäude
  • Weitgehende Unabhängigkeit von Preissteigerungen für Energie 
  • Geringe Nebenkosten für Mieter 
  • Längere Haltbarkeit der Bauteile durch Luft- und Feuchtigkeitsschutz
  • Niedriges Schimmelrisiko 
  • Verbesserter Schallschutz durch Dämmung 
  • Baukosten-Ersparnis, weil keine Heizungsanlage nötig
  • Kein Brennstofflager, kein Schornstein nötig 
  • Keine kalten Wände, keine Zugluft
  • Viel Lichteinfall 
  • Gesundes Raumklima durch Frischluft-Filter
  • Aktives Handeln für Klimaschutz

Abschließend hob Kerner hervor, dass für Gewerkschaften die Gestaltung der Arbeitsgesellschaft Kernaufgabe und Arbeit der zentrale Baustein für die Integration unserer Gesellschaft sei. Dies, so Jürgen Kerner, „gilt für alle, ob mit oder ohne deutschen Pass“. 

Jürgen Höfflin, Vorsitzender der DGB Region Südbaden, „Aktivist vor Ort“

Vor rund zehn Jahren hatten aktive Mitglieder der im DGB vereinigten Gewerkschaften des Freiburger Raums, unter Federführung von Jürgen Höfflin, ein gemeinsames Gewerkschaftshaus geplant. Hintergrund dieser Planung: Das damalige Gewerkschaftshaus in der Hebelstraße bot nicht die räumlichen Möglichkeiten, alle Gewerkschaften unter einem Dach zu vereinigen. 

Ein Zustand, den es zu beenden galt, so Höfflin und seine Mitstreiter*innen, Zeit für ein neues Gewerkschaftshaus, egal ob angemietet oder als Neubau. Geschmückt mit einigen Anekdoten berichtete der Südbadener DGB Vorsitzende über den langen Weg bis zu dem heutigen Neubau des Gewerkschaftshauses. 

Besonderer Dank an alle Mitstreiter*innen und Beschäftigte der Gewerkschaften

Sichtlich bewegt, aber auch mit einem berechtigten Stolz, brachte der regionale DGB – Chef seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der vor zehn Jahren geborene Plan von einem gemeinsamen Gewerkschaftshaus mit der Fertigstellung des Licht durchfluteten Gebäudes in Erfüllung gegangen ist. Nun gelte es, das neue Haus „mit Leben zu erfüllen“ und es zu einem „Ort der Begegnung“ werden zu lassen.

Sein besonderer Dank galt seinen Mitstreiter*innen in den vergangenen Jahren sowie den Gewerkschaftsbeschäftigten, für deren Geduld und Verständnis, das diese seit ihrem Einzug in die Büros im November 2015 aufbrachten; bis zur Einweihungsfeier seien immer noch Handwerker im Haus, was nicht immer ein störungsfreies Arbeiten ermöglicht habe.

Gefeiert wurde bis in die Abendstunden – Gespräche in lockerer Runde

Im Anschluss an die Redebeiträge wurde eine große „Einweihungstorte“ angeschnitten, die großformatig das Bild des neuen Gewerkschaftshauses schmückte. Zu deren Verzehr waren alle Gäste eingeladen. Damit noch nicht genug: Alle im Haus ansässigen Gewerkschaften und auch die Mitarbeiter*innen der Rechtsanwaltskanzlei verwöhnten die Gäste mit Speisen und Getränken. 

Moderne Büroräume der DGB Rechtsschutz GmbH gut besucht

In lockerer Runde kam es auf allen Etagen des Gewerkschaftshauses zu vielen Diskussionen zwischen Beschäftigten und Besuchern. Hierbei traf man unter anderem die Regionalleiterin West der DGB Rechtsschutz GmbH, Sabine Gey-Rommel und die Betriebsratsvorsitzende Sabine Wagner, die sich während des Rundgangs durch das Haus mit den neuen modernen Büroräumen der DGB Rechtsschutz GmbH vertraut machten. 

Als Ansprechpartner für interessierte Besucher*innen der Büroräume der DGB Rechtsschutz GmbH standen der Freiburger Teamleiter Joachim Kremer sowie der Rechtsschutzsekretär und „Freiburger Urgestein“, Joachim Duffner den Gästen Rede und Antwort.

Von der  Einweihungsfeier des Freiburger Gewerkschaftshauses berichten:

Frank Ott - Hans-Martin Wischnath