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Der neue Frank

Auf Frank Bsirske folgt Frank Werneke. Wer ist dieser neue Frank? Und wie tickt er? Einige Schlaglichter auf die Person des frisch gewählten ver.di- Vorsitzenden.

Eher atypisch für einen Gewerkschaftsführer mutet sein Geburtsort an:

Schloss Holte-Stukenbrock. Aber „Schlossbewohner“ waren nie die Menschen, für deren Interessen er sich einsetzen wollte. Es waren von Anfang seiner politischen Aktivitäten an Arbeitnehmer*innen, für die er sich vehement und kraftvoll einsetzte.

Beginn des Engagements

Nach seinem Realschulabschluss begann Frank Werneke eine Ausbildung zum Verpackungsmittelmechaniker. Er blieb seinem Ausbildungsbetrieb zehn Jahre treu. Eine Unterbrechung bildete lediglich sein Zivildienst bei der Bodelschwingschen Stiftung Bethel.

Bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr engagierte er sich in der IG Druck und Papier. Jugendleiter und Mitglied des Landesbezirksvorstands dieser Organisation waren seine nächsten Stationen.

Konsequente Weiterentwicklung

Aus der IG Druck und Papier wurde die IG Medien. Frank Werneke stieg dort zum Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands auf.

Im März 2001 erblickte ver.di das Licht der Welt. Bereits im folgenden Jahr hatte der „Mann der IG Medien“ die Positionen eines Stellvertretenden Vorsitzenden und Leiters des Fachbereichs 8 von ver.di inne. Er war unter anderem zuständig für Medien, Industrie, Finanzen und Mitgliederentwicklung.

Am 24. September 2019 wählten ihn die Delegierten des fünften Bundeskongresses mit 92,7% zum neuen ver.di-Vorsitzenden.

Frank Werneke und die SPD

Während einer Klassenfahrt unterschrieb er auf dem Münchener Marienplatz den Aufnahmeschein für die SPD. Das war Anfang Oktober 1982, zwei Tage nach dem Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt.

Auch wenn ihn Gerhard Schröders Agendapolitik „an den Rand des Austritts“ brachte, blieb er der Partei bis heute treu. Die aktuelle Krise der Sozialdemokratie ist für ihn eine „Phase des Leidens“. Aber das Parteibuch zurückzugeben, kommt für Frank Werneke nicht in Frage.

Politische Ziele

Als neuer Vorsitzender von ver.di hat er ambitionierte Ziele. Dazu gehören unter anderem, den Mindestlohn auf -vorläufig- 12 Euro zu erhöhen, Minijobs und sachgrundlose Befristungen abzuschaffen und sich von der „schwarzen Null“ zu verabschieden, um notwendige Investitionen zu ermöglichen.

Zur AfD vertritt Frank Werneke eine unmissverständliche Position: „Der Feind steht rechts und wir stellen uns ihm in den Weg!“

Der Mensch Frank Werneke

Zumindest bisher hat er es verstanden, sein Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.

Zu seinem Arbeits- und Verhandlungsstil sagt er selbst: „Das Cholerische liegt mir nicht.“ Und in Bezug auf seinen Vorgänger fügt er hinzu: „Wir sind unterschiedliche Personen. Ich habe meinen eigenen Stil.“ So sieht er sich weniger als „Rampensau“, sondern als jemanden, der sich je nach Situation in „verschiedenen Rollen bewähren muss.“ Geprägt haben ihn nach eigenen Angaben insbesondere, dass beide Eltern in der Gewerkschaftsbewegung aktiv waren, eine Friedensinitiative an seinem Geburtsort sowie eine „Art Juso-WG“, bei der er häufig zu Gast war.

Die DGB Rechtsschutz GmbH wünscht Frank Werneke viel Glück und Erfolg in seinem neuen Amt und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm und seiner Organisation!