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Der Kongress ist eröffnet!

"Parlament der Arbeit". 21. DGB Bundeskongress am Sonntag den 13. Mai 2018 eröffnet. 400 Delegierte debattieren und entscheiden über die politischen Leitlinien des DGBs

Vor über 400 Delegierten aus den acht Mitgliedsgewerkschaften eröffnete der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann den 21. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Er begrüßte zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland. In den nächsten Tagen werden die Delegierten über rund 80 Anträge debattieren und die politischen Leitlinien des DGBs der nächsten vier Jahren entscheiden. 


Zu den prominenten Gästen zählen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller. 


Motto des Kongresses ist „Solidarität-Vielfalt-Gerechtigkeit“. 

In seiner Eröffnungsrede erinnerte Reiner Hoffmann daran, dass die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland nicht über gravierende Missstände hinwegtäuschen dürfe. Man habe zwar den höchsten Stand der Beschäftigung, und die Arbeitslosigkeit sei gesunken. Aber trotz dieser Rekorde seien rund 20 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor gefangen. Gleichzeitig öffne sich die Schere bei den Vermögen und Einkommen. „Die Menschen haben ein feines Gespür dafür, dass es immer ungerechter zugeht“, sagte Hoffmann.  „Wir setzen uns gegen prekäre Arbeit und sachgrundlose Befristungen ein, für eine gute Alterssicherung  und eine funktionierende öffentliche Infrastruktur, kurz: für gute Arbeit und ein gutes Leben. Das ist der richtige Weg.“ Die Gewerkschaften würden die Arbeitsbedingungen in der Digitalisierung gestalten: „Der Mensch und nicht das technisch Machbare gehört in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung.“

„Wir haben viele Gründe, ordentlich zuzupacken. Wir machen uns an die Arbeit!“



Der DGB-Vorsitzende forderte in seiner Rede einen Kurswechsel in der deutschen Europapolitik. „Es kann nicht sein, dass das Wettbewerbsrecht Vorrang vor den sozialen Grundrechten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa hat“, sagte Hoffmann. Die deutsche Politik habe eine besondere Verantwortung für das Friedensprojekt Europa. „Angesichts von Renationalisierung, zunehmendem Rechtspopulismus und Kleinstaaterei kommt es mehr denn je darauf an, das europäische Projekt zu stärken“, sagte Hoffmann mit Blick auf die Europawahl 2019. „Wir haben viele Gründe ordentlich zuzupacken. Wir machen uns an die Arbeit. Hier genauso wie auf der europäischen oder der internationalen Ebene!"

Hier gibts die vollständige Eröffnungsrede des DGB Vorsitzenden Reiner Hoffmann zum Download