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Eröffnung des 2. Ordentlichen Gewerkschaftstags der EVG durch Alexander Kirchner

Über 1000 Teilnehmer*innen beim 2. Ordentlichen Gewerkschaftstag der EVG im Berliner Estrel Congress Center begrüßte Kirchner und warnte die möglichen Koalitionäre einer neuen Bundesregierung keine Entscheidungen gegen den Verkehrsträger Schiene zu treffen!

In seiner Eröffnungsrede hat der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, die möglichen Koalitionäre einer neuen Bundesregierung davor gewarnt, Entscheidungen gegen den Verkehrsträger Schiene zu treffen.

Kirchner: „Trennung von Netz und Betrieb nicht mit uns!“

„Sollten FDP und Grüne gemeinsam mit der CDU/CSU bei der Eisenbahn die Trennung von Netz und Betrieb durchsetzen wollen, werden wir uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel wehren“, betonte Kirchner. Er erinnerte daran, dass die EVG in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich gegen die Zerschlagung von integrierten Strukturen in der EU gekämpft habe.

Aus Irrwegen lernen!

Die Politik forderte Alexander Kirchner auf, nicht die Augen vor den leidvollen Erfahrungen zu verschließen, die andere Länder in dieser Frage bereits gemacht hätten. „In Frankreich und Spanien führt man die Strukturen derzeit wieder zusammen, weil sich die Trennung nicht bewährt hat“, so der EVG-Vorsitzende. Dieser Irrweg müsse in Deutschland nicht beschritten werden. „Am Ende stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel und die zu erhalten ist eine unserer wichtigsten Aufgaben“.

Auch in den nächsten Jahren werde sich die EVG den vor ihr liegenden Herausforderungen stellen und den Wandel im Sinne der Beschäftigten gestalten, so Kirchner,  begleitet von starkem Applaus der rund 1.000 Teilnehmer*innen der Eröffnungsveranstaltung.

Geschichtlicher Rückblick

Der EVG-Vorsitzende erinnerte an die Anfänge seiner Gewerkschaft. 1896 sei in Hamburg die erste Gewerkschaft für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner entstanden, aus der heraus sich GDED und TRANSNET entwickelt hätten, die sich schließlich mit der damaligen GDBA verschmolzen habe. „Ich bin sehr stolz darauf, sagen zu können, dass wir die älteste Eisenbahnergewerkschaft in Deutschland sind; unsere über hundertjährige Tradition ist uns auch heute noch Ansporn und Verpflichtung, deshalb sind wir weiterhin stark und erfolgreich“, so Kirchner.

Aus Gegner wurden gleichwertige Partner

Vor sieben Jahren sei die Jahrzehnte lange Gegnerschaft zwischen der damaligen TRANSNET und der GDBA beendet worden. „Auf unserer Traditionsfahne steht ‚Einigkeit macht stark‘ und aus dieser Stärke heraus haben wir gehandelt - für unsere Mitglieder“, machte der EVG-Vorsitzende deutlich.

Erfolgreiche Tarifarbeit

„Als EVG ist es uns gelungen, die Löhne für den überwiegenden Teil der Beschäftigten in eben diesen sieben Jahren um mehr als 23 Prozent zu steigern. Mit Tarifverträgen zum demographischen Wandel, zu Arbeit 4.0 und mit der erfolgreichen Umsetzung des Wahlmodells haben wir unsere Zukunfts- und Handlungsfähigkeit bewiesen“, stellte Alexander Kirchner fest.

Auszubildende werden EVG-Mitglied-starker Mitgliederzuwachs in 2017

In den letzten Jahren hätten sich über 80 Prozent der Auszubildenden für eine Mitgliedschaft in der EVG entschieden. In diesem Jahr „konnten wir bereits mehr als 7000 neue Mitglieder begrüßen“, so Alexander Kirchner. Dies alles „zeigt, dass wir erfolgreich sind. Wir haben die vor uns liegenden Herausforderungen immer angenommen und letztlich Regelungen vereinbart, die für die Beschäftigten gut sind und einen Mehrwert für unsere Kolleginnen und Kollegen schaffen“, stellte der EVG-Vorsitzende fest.

Im Hinblick auf die kommenden Tage wies Kirchner darauf hin, dass sich die Delegierten des Gewerkschaftstages intensiv mit den Herausforderungen der Zukunft beschäftigen werde.