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Internationales

Die DGB Rechtsschutz GmbH arbeitet auf internationaler Ebene und vertritt die deutsche Gewerkschaftsbewegung bei internationalen Institutionen.

EURES

EURES (EURopean Employment Services) wurde 1993 von der Europäischen Kommission als ins Leben gerufen und dient dem Informationsaustausch in Fragen der grenzüberschreitenden Beschäftigung und der Arbeitskräftemobilität. Partner sind die öffentlichen Arbeitsverwaltungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände aus den EU-Mitgliedsstaaten, den EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen sowie seit dem 01.06.2002 (Inkrafttreten der Bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU) der Schweiz. – Weitere Informationen.

EURES ist ein Kooperationsnetzwerk, das die Freizügigkeit der Arbeitnehmer in den 28 Ländern der EU sowie in der Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen erleichtern soll.

Das Netzwerk setzt sich aus dem Europäischen Koordinierungsbüro (ECO), den nationalen Koordinierungsbüros (NCO), den EURES-Partnern und den angeschlossenen EURES-Partnern zusammen.

Zu den Partnern können öffentliche Arbeitsverwaltungen, private Arbeitsvermittlungen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und andere einschlägige Akteure des Arbeitsmarktes gehören. Die Partner stellen Informationen bereit und bieten Dienste in Verbindung mit Stellenvermittlung und Einstellung für Arbeitgeber und Stellensuchende, während ECO und NCO die Organisation der Tätigkeiten auf europäischer bzw. nationaler Ebene übernehmen.

Darüber hinaus kommt EURES eine wichtige Aufgabe bei der Bereitstellung spezifischer Informationen und der Stellenvermittlung für Arbeitgeber und Grenzgänger in europäischen Grenzregion zu.

In der Praxis erbringt EURES diese Dienstleistungen durch sein Portal und das Netzwerk seiner rund 1 000 EURES-Berater, die tagtäglich in Kontakt zu Stellensuchenden und Arbeitgebern in ganz Europa stehen.

Eine besonders wichtige Rolle spielt EURES in Grenzregionen (EURES-T, T = „Transfrontalier“, d.h. grenzüberschreitend), d. h. in Gebieten, in denen große grenzüberschreitende Pendlerströme zu finden sind. Mehr als 1‘000‘000 Menschen, die in einem EU-Mitgliedstaat wohnen und in einem anderen arbeiten, sehen sich mit unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten und unterschiedlichen Rechtssystemen konfrontiert. Tagtäglich können sie auf rechtliche, verwaltungstechnische oder steuerliche Mobilitätshindernisse treffen.

Die EURES-Berater/innen in diesen Gebieten bieten den Arbeitnehmer/innen, die in einem Staat wohnen und in einem anderen arbeiten, eine besondere Beratung und Unterstützung hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten an. EURES-Berater suchen.

Derzeit (Juli 2016) bestehen 12 grenzübergreifende EURES-Partnerschaften, die sich geografisch auf ganz Europa verteilen und an denen 19 Staaten beteiligt sind. Die grenzüberschreitenden EURES-Partnerschaften sind ein entscheidendes Element bei der Entwicklung eines echten europäischen Arbeitsmarktes und setzen sich zusammen aus öffentlichen Arbeitsverwaltungen und Berufsbildungsdiensten, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, lokalen Behörden und Einrichtungen, die sich mit Fragen der Beschäftigung und Berufsbildung befassen.

ILO

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie wurde im Jahr 1919 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Genf. Die ILO verfügt über eine dreigliedrige Struktur, die im UN-System einzigartig ist: Die 187 Mitgliedsstaaten  sind durch Repräsentanten sowohl von Regierungen, als auch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in den Organen der ILO vertreten.

Schwerpunkte der Arbeit der ILO sind die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen, insbesondere der Kernarbeitsnormen, die soziale und faire Gestaltung der Globalisierung sowie die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit als einer zentralen Voraussetzung für die Armutsbekämpfung.

Internationale Website der ILO 
Internationaler Facebookauftritt der ILO 
Website der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) - Vertretung in Deutschland
Die ILO und internationale Arbeitsnormen: Ihre Rolle für das deutsche und europäische Recht auf können Sie hier nachlesen.

Der Europäischer Gewerkschaftsbund (EGB) 

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB, englisch ETUC für European Trade Union Confederation) wurde 1973 gegründet. Er vertritt 82 nationale Gewerkschaftsbünde aus 36 Ländernund 12 europäische Branchenverbände mit insgesamt 60 Millionen Mitgliedern. 


Der EGB im Internet: www.etuc.org  (nur in EN/FR). 
Der EGB koordiniert 39 interregionale Gewerkschaftsräte mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit, davon 14 mit deutscher Beteiligung.

Als Vertreter der europäischen ArbeitnehmerInnen ist der EGB direkt an den europäischen Gesetzgebungsverfahren beteiligt. Er kann mit den europäischen Arbeitgeberverbänden Vereinbarungen abschließen. Auf Beschluss des Rats und des Europäischen Parlaments können diese Rechtsstatus erlangen. Der EGB hat wichtige Richtlinien zu Arbeitnehmerrechten mitformuliert, unter anderem zur Teilzeitarbeit und zum Elternurlaub.



Dossier „Für Arbeitnehmerinteressen weltweit“ des DGB-Bundesvorstands

Der Internationale Gewerkschaftsbund IGB 

Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) ist die globale Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit. Er vertritt 180 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 333 Mitgliedsorganisationen und 162 Ländern und Hoheitsgebieten.

Hauptaufgabe des IGB ist die Förderung und Verteidigung der Arbeitnehmerrechte und -interessen durch die internationale Zusammenarbeit der Gewerkschaften, globale Kampagnen und Lobbyarbeit bei den großen globalen Institutionen.

Zu seinen wichtigsten Arbeitsbereichen gehören: Gewerkschafts- und Menschenrechte; Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitsplatz; Gleichstellung und Nichtdiskriminierung sowie internationale Solidarität.

 

Der IGB verfolgt die Prinzipien Gewerkschaftsdemokratie und gewerkschaftliche Unabhängigkeit. Die leitenden Organe des Bundes sind sein Kongress, der alle vier Jahre stattfindet, sowie sein Vorstand und sein Lenkungsausschuss.

Der IGB hat drei Regionalorganisationen: die Regionalorganisation für Asien/Pazifik (IGB-AP), die Regionalorganisation für Afrika (IGB-AF) und die Regionalorganisation für Gesamtamerika (IGB-TUCA), und er arbeitet eng mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund zusammen, u.a. im Rahmen des Pan-Europäischen Regionalrates.

Der IGB unterhält zudem enge Beziehungen zu den Globalen Gewerkschaftsföderationen (GUF) und zum Gewerkschaftlichen Beratungsausschuss bei der OECD (TUAC). Außerdem arbeitet er eng mit der Internationalen Arbeitsorganisation und mit verschiedenen anderen Sonderorganisationen der UN zusammen.

 

Der IGB im Internet: www.ituc-csi.org

Deutsch Chinesische Gesellschaft für Arbeitsrecht

China ist immer noch der Ferne Osten, aber die Globalisierung hat auch Asien schon viel näher an Europa herangerückt. Mit dem rapiden Anstieg von Produktionsstätten deutscher Konzerne in China rückt auch die Situation des Arbeitsrechts in den Fokus. Somit gibt es auf Seiten der DGB Rechtsschutz GmbH ein gewisses Interesse am Vergleich der beiden Arbeitsrechtssysteme. Als Initiator der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Arbeitsrecht hat Reinhard Vorbau als Geschäftsführer der DGB Rechtsschutz GmbH diesem Informationsbedarf einen Rahmen gegeben.

Es ist das Ziel dieses Vereins, im Geiste des Gedankens der Völkerverständigung die Rechtspflege sowie des akademischen Austausches zwischen chinesischen und deutschen Experten des Arbeitsrechts fördern. So sollen Studien zum chinesischen Arbeitsrecht sowie dem Vergleich der beiden Arbeitsrechtsordnungen durchgeführt werden.