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Abfindung
Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses (z. B. aufgrund eines Aufhebungsvertrages oder einer...
Abmahnung
Die Abmahnung soll den Arbeitnehmer darauf hinweisen, dass der Arbeitgeber ein bestimmtes Verhalten...
Abwicklungsvertrag
Der Abwicklungsvertrag ist vom Aufhebungsvertrag zu unterscheiden. Während das Arbeitsverhältnis...
Altersrente
Für die Altersrenten gelten Mindestversicherungszeiten, das Erreichen eines bestimmten Alters oder...
Annahmeverzug
Aus dem Gegenseitigkeitsverhältnis von Arbeitsleistung und Arbeitsentgelt ergibt sich grundsätzlich,...
Arbeitgeberhaftung
Stößt einem Beschäftigten bei seiner Tätigkeit etwas zu oder wird sein Eigen - tum beschädigt, muss...
Arbeitnehmerüberlassung/Leiharbeit
Arbeitnehmerüberlassung ist der Verleih eines Arbeitnehmers durch seinen Arbeitgeber (die...
Arbeitsbereitschaft
Die so genannte Arbeitsbereitschaft ist die »Zeit wacher Achtsamkeit im Zustande der Entspannung«,...
Arbeitslos
Bei Beendigung eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses sind Sie verpflichtet, sich spätestens...
Arbeitslosengeld
Arbeitnehmer, die arbeitslos werden, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld...
Arbeitsrecht
Das Arbeitsrecht sichert den Schutz und die Ansprüche des Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis und...
Arbeitsunfall
Arbeitsunfälle sind die Unfälle, die versicherte Personen infolge der versicherten Tätigkeit...
Arbeitsunfähig
Welche Pflichten haben Beschäftigte, wenn sie krank werden? Müssen sie dem Chef oder der Chefin...
Arbeitsvermittlung
Die öffentliche Arbeitsvermittlung gehört zu den Leistungen der Arbeitsförderung und ist für alle...
Arbeitsvertrag
Der Arbeitsvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag, durch den sich der Arbeitnehmer zur Leistung der...
Arbeitsvertragsänderung
Wer eine Fortbildung macht, neue Fähigkeiten erwirbt und anschließend neue Aufgaben übernimmt,...
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit ist seit jeher Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern und...
Arbeitszeugnisse
Jeder Arbeitnehmer hat bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen gesetzlichen Anspruch auf...
Aufhebungsvertrag
Mit dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages kann ein Arbeitsvertrag beendet werden
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist das Kontrollgremium einer Kapitalgesellschaft. Er ist gesetzlich für die...
Ausbildungskündigung
Für die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen gelten besondere Regelungen, die sich teilweise...
Ausbildungsplatzwechsel
Im Normalfall endet eine Berufsausbildung mit der bestandenen Abschlussprüfung. Was Azubis tun...
Ausschlussfristen
Häufig ist im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag vorgesehen, dass Ansprüche innerhalb sog....
Außerordentliche Kündigung
Als »außerordentliche Kündigung« wird die (in der Regel) fristlose Kündigung aus wichtigem Grund im...
Kategorie | A

Ausbildungskündigung

Für die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen gelten besondere Regelungen, die sich teilweise erheblich von anderen Kündigungsgrundsätzen unterscheiden. Ob eine Kündigung wirksam ist, ist letztlich immer eine Einzelfallentscheidung, die nur die Arbeitsgerichte treffen können. Wir haben für Euch eine Checkliste, mit der Ihr die wesentlichen Wirksamkeitspunkte selber prüfen könnt:


Ratgeber zu : Kündigung von Ausbildungsverhältnissen

  • Während der Probezeit (mindestens ein Monat, höchstens vier Monate) kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Frist gekündigt werden (§ 22 Absatz 1 Berufsbildungsgesetz –BBiG - )
  • Nach der Probezeit kann der Ausbildungsbetrieb nur kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, dann aber auch ohne Kündigungsfrist (§ 22 Absatz 2 BBiG)
  • Auch der Azubi kann fristlos kündigen, wenn der Ausbilder einen wichtigen Grund geliefert hat, zum Beispiel Weigerung, den Azubi zu einem von der Innung vorgeschriebenen Fortbildungskurs zu schicken oder dauernde Beschäftigung mit ausbildungsfremden Tätigkeiten
  • Der Azubi kann nach der Probezeit auch mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen kündigen, wenn er die Berufsausbildung ganz aufgegeben  oder die Ausbildung für einen anderen Beruf beginnen will (§ 22 Absatz 2 BBiG)
  • Die endgültige Stilllegung der Ausbildungsstätte kann den Ausbilder zur fristlosen Kündigung berechtigen
  • Eine Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen setzt grundsätzlich mindestens eine vorherige einschlägige Abmahnung voraus; Ausnahmen bei besonders schwerwiegendem Fehlverhalten sind möglich
  • Bei der Bewertung der Kündigungsgründe sind bei Azubis strengere Maßstäbe als bei Erwachsenen anzulegen, da, so die Rechtsprechung, „der Entwicklung des Jugendlichen Rechnung zu tragen“ ist
  • Eine Ausbilderkündigung setzt eine Kette von Pflichtwidrigkeiten voraus, wenn es sich nicht um besonders grobe Verstöße handelt
  • Bei der Bewertung der Kündigungsgründe ist die Rest-Ausbildungszeit zu berücksichtigen: je näher das Ausbildungsende ist, desto höhere Anforderungen sind zu stellen
  • Auch Fehlverhalten in der Berufsschule, zum Beispiel häufiges unentschuldigtes Fehlen nach Abmahnung, kann eine Kündigung begründen
  • gleiches gilt für das häufige verspätete Abliefern der Berichtshefte nach vorheriger Abmahnung
  • Mangelhafte Berufsschulleistungen oder schlechte Ergebnisse in den Zwischenprüfungen sind kein Kündigungsgrund
  • Jede Kündigung muss schriftlich erfolgen (§ 22 Absatz 3 BBiG)
  • Eine nach der Probezeit ausgesprochene Kündigung muss die tatsächlichen Kündigungsgründe enthalten; späteres Nachschieben anderer Gründe ist ausgeschlossen (§ 22 Absatz 3 BBiG)
  • Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist ausgeschlossen, wenn dem Kündigenden die Gründe länger als zwei Wochen bekannt sind (§ 22 Absatz 4 BBiG)


Zum Nachlesen:
§§ 20 bis 22 Berufsbildungsgesetz (BBiG)