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Kein Recht auf Arbeitsunterbrechung bei Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis
Kein Recht auf Arbeitsunterbrechung für Sonnenfinsternis (Bildquellenangabe: Adolf Riess/pixelio.de)

Arbeitnehmer haben kein allgemeines Recht für besondere Ereignisse, wie Sonnenfinsternisse, Fußballweltmeisterschaften oder Mondlandungen ihre Arbeit zu unterbrechen.

Die Arbeitspflicht bleibt generell während der vom Arbeitgeber vorgegebenen oder durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen geregelten Zeiten bestehen.

Etwas anderes gilt während der Pausenzeiten. Hier kann der Arbeitgeber nicht darüber bestimmen, was die Beschäftigten tun. Die Sonnenfinsternis beginnt in Mitteleuropa etwa gegen 9:25 Uhr und endet gegen 11:44 Uhr. Gegen 10:30 Uhr werden wir den Höhepunkt mit einer ca. 70 %igen Bedeckung erleben. Dieser Zustand wird aber nur ca. 2 Minuten anhalten. 

Wenn man also nicht die ganze Sonnenfinsternis betrachten möchte, sollten sich die zwei Minuten in eine übliche Pause oder den Arbeitsablauf einbauen lassen ohne dass der Arbeitgeber gleich mit Lohnabzug drohen müsste.

Sollte man über die Pause hinaus das Spektakel verfolgen wollen, geht das nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Arbeitgebers.

Hierzu auch das Interview von Tjark Menssen zu "Arbeitnehmerrechte SoFi" gegenüber Deutschlandradio vom 19.03.2015

Direkt zum Interview bei Deutschlandradio

 

Gastautor*in:
Tjark Menssen,
Pressesprecher und Leiter Abteilung Grundsatz und Recht der DGB Rechtsschutz GmbH,
Frankfurt am Main