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Urlaubsanspruch zu Zeiten von Corona

Urlaubsanspruch zu Zeiten von Corona

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf den Urlaub aus?

Corona hat allen auch hinsichtlich der Urlaubsplanung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir erklären, wie sich die Krise auf den Urlaubsanspruch auswirkt.

1. Darf ich meinen genehmigten Urlaub „widerrufen“, wenn ich wegen der Pandemie nicht verreisen kann?

Nein. Ein Recht, den bereits bewilligten Urlaub zu stornieren, gibt es nicht.  Ist der Urlaub erst einmal gewährt, kann er nicht einseitig vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer widerrufen werden.

Sie können insoweit nur auf Kulanz Ihres Arbeitgebers hoffen.

Ausführlich hierzu unser Artikel:

Coronavirus und Urlaub

2. Darf mein Arbeitgeber mich „in Urlaub schicken“, weil es wegen der Pandemie derzeit nicht Arbeit gibt?

Das darf er nicht. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Urlaubswünsche der Arbeitnehmer*innen berücksichtigen, es sei denn, dass dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer entgegenstehen. Das sind Gründe, die mit der Betriebsorganisation zu tun haben. Wirtschaftliche Risiken trägt aber der Arbeitgeber.

Wenn der Arbeitgeber Kurzarbeit einführen will, müssen zunächst die Urlaubsansprüche und Arbeitszeitguthaben der Arbeitnehmer eingesetzt werden.

Konkret heißt das:

Bei der Corona-Kurzarbeit müssen Arbeitnehmer in Abstimmung mit dem Arbeitgeber ihren gesamten Urlaubsanspruch vergangener Urlaubsjahre verbrauchen. Erst bei einer Verlängerung der Kurzarbeit über drei Monate hinaus sind weitere drei Wochen Urlaubsanspruch zu konsumieren.

Ausführlich hierzu unser Artikel:

Corona-Virus und Urlaub