Pressemitteilungen
Bagatelldiebstahl: Starke Verunsicherung bei den Arbeitnehmern

Chat-Technik-Erläuterung für die Juristen Martin Kuehtz (2.v.l.)und Peter Voigt (Mitte) sowie Juristin Bettina Fraunhoffer (3.v.l.)
Viel zu tun hatten zehn Juristinnen und Juristen der DGB Rechtsschutz GmbH am 14.10.2009 im Studio 6 von Stern TV: Günther Jauch bat die DGB Rechtsschutz GmbH zur bislang größten Telefon- und Chat-Aktion der Sendung um Unterstützung. Das Thema: „Kündigungen wegen Bagatell-Diebstahl“. Mit Headsets und PCs ausgestattet beantworteten von 22.30 Uhr bis nach Mitternacht die Arbeits- und Sozialrechts-Experten der größten deutschen und europäischen „Fachkanzlei“ unermüdlich die unterschiedlichsten Zuschauerfragen rund um den Kündigungsschutz.
Die Angst geht um
Dabei zeigte sich, dass zurzeit eine sehr große Unsicherheit herrscht, was am Arbeitsplatz erlaubt ist und was nicht: so wird das Aufladen von privaten Mobiltelefonen oder die Mitnahme von ausrangiertem Eigentum der Firma seitens der Arbeitnehmer oftmals nicht als Diebstahlsdelikt wahrgenommen. Im Fall von aktuellen Kündigungen rieten die Rechtsexperten die Betroffenen zur Inanspruchnahme des kostenlosen Rechtsschutzes für Gewerkschaftsmitglieder.
Anzahl verhaltensbedingter Kündigungen in der Krise konstant
Sabine Burgschat-Schuller, Leiterin PR, Marketing und Kommunikation, kommentiert: „Der derzeitige Medienrummel um Bagatelldiebstähle hat bei der DGB Rechtsschutz GmbH bisher nicht zu einer Erhöhung der Verfahrens-Neuzugänge aufgrund verhaltensbedingter Kündigungen geführt. Diese stellen seit zwei Jahren konstant fünf bis sieben Prozent der gesamten Verfahren im Arbeitsrecht I. Instanz. Das sind um die 1000 Neuzugänge pro Quartal deutschlandweit. Allerdings sind viele der zurzeit Betroffenen in kleineren Dienstleistungsbetrieben tätig und keine Gewerkschaftsmitglieder, so dass diese Fälle nicht auf unserem Schreibtisch landen.“
Klagewelle rollt weiter bei betriebsbedingten Kündigungen
Betrachtet man die Neuzugänge der Fälle bei der DGB Rechtsschutz GmbH aufgrund betriebsbedingter Kündigungen von Gewerkschaftsmitgliedern, haben die rund 360 Rechtssekretärinnen und Rechtssekretäre weiterhin alle Hände voll zu tun. Vergleicht man das dritte Quartal 2009 mit dem Vorjahreszeitraum, verzeichnet die DGB Rechtsschutz GmbH deutschlandweit eine Zunahme der Fälle von 64 Prozent (zweites Quartal: 88 Prozent). Spitzenreiter bei den Neuzugängen bleibt die Region Baden-Württemberg mit einer Zunahme von 93 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
2.442 Zeichen (mit Leerzeichen)
Abdruck frei, Beleg erbeten
Über die DGB Rechtsschutz GmbH
Die DGB Rechtsschutz GmbH, Düsseldorf, erbringt den verbandlichen Rechtsschutz für die Mitglieder der im DGB organisieren Gewerkschaften. Dabei ist sie die größte deutsche und europäische „Fachkanzlei“ auf dem Gebiet des Arbeits- und Sozialrechts. 2008 erstritt sie insgesamt 303 Millionen Euro für die klagenden Gewerkschaftsmitglieder und nahm über 138.600 neue Verfahren auf. Die DGB Rechtsschutz GmbH ist in 50 Arbeitseinheiten mit 114 Büros und 57 Service-Points in sieben Regionen erreichbar. Hier besteht Gelegenheit zur Rücksprache mit hauseigenen Juristinnen und Juristen. Bundesweit sind für die Gewerkschaftsmitglieder rund 360 Rechtssekretärinnen und Rechtssekretäre, wie die Juristen bei der DGB Rechtsschutz GmbH heißen, tätig.
Seit Gründung der DGB Rechtsschutz GmbH im April 1998 wurden insgesamt 1,8 Millionen Verfahren geführt und dabei 6,7 Milliarden Euro für die Mandanten erstritten.
Pressekontakt:
Sabine Burgschat-Schuller
Leiterin PR, Marketing und Kommunikation
DGB Rechtsschutz GmbH, Hauptverwaltung, Wilhelm-Leuschner-Str. 81, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 35 35 171 – 50, Fax: 069 / 35 35 171 – 71, E-Mail: Sabine.Burgschat-Schuller(at)dgbrechtsschutz.de
Web: www.dgbrechtsschutz.de


